Mit dem "Twister" in Bad Staffelstein unterwegs

Ein symbolisches "Dankeschön" überreichte Ergotherapeutin
Andrea Schmermer vom BRK-Senioren- und Pflegeheim
"Am Staffelberg" an den Ehrenamtlichen Josef Grießenböck
von den Aktiven Bürgern.

Nun zieht es Josef Grießenböck wieder in seine alte Heimat nach Niederösterreich. Aber vorher erlebte er noch einen sehr emotionalen Abschied von seinem ungewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement, das er für die Aktiven Bürger ausübte. Seit 2015 hatte der Endsechziger älteren Mitmenschen immer wieder mal besondere Erlebnisse verschafft: Ausfahrten mit dem speziellen Doppelsitzer-Fahrrad "Twister" waren sein Metier.

Zu einem Abschiedsbesuch im BRK-Seniioren- und Pflegeheim "Am Staffelberg" hatte sich nicht nur Ergotherapeutin Andrea Schmermer eingefunden. Für die Aktiven Bürger dankte Josef Breunlein, auch im Namen seines Bad Staffelsteiner Kollegen Josef Hellmuth. Aber die größte Überraschung war die Anwesenheit der fast 100-jährige Maria Amann. Sie war - bis zur pandemiebedingten Pause - eine regelmäßige Mitfahrerin. Und sie war eine der aktivsten: Denn sie "strampelte" nicht nur gut mit, sondern interessierte sich auch für das Gesehene, für die Veränderungen in der Natur genauso wie für Bauvorhaben.

So war der Aktive Bürger Josef Grießenböck erkennbar gerührt, dass zu seiner Verabschiedung mit der hochbetagten Maria Amann eine seiner "Lieblings-Kundinnen" gekommen war. Auf Nachfrage zog er ein positives Fazit zu den sechs Jahren ehrenamtlichen Engagements: "Sicher gab es manchmal auch Hindernisse oder Probleme. Die waren aber alle, mit dem tollen Personal der Einrichtung im Hintergrund, irgendwie gut lösbar.

Aber die offenkundige Freude, die ich diesen älteren Mitmenschen mit den meist 30-minütigen Ausfahrten bereiten konnte, ihre Dankbarkeit, mal was anderes sehen und erleben zu können, waren auch für mich eine große Freude - eine wertvolle menschliche Zuwendung, die man sich nirgendwo kaufen kann." Zudem habe ihm sportliche Bewegung an der frischen Luft gutgetan. Für ihn, der gerne mal auf Reisen ging, war auch die freie Zeiteinteilung ein wichtiger Vorteil.

Für die immer unkomplizierte, ja freundschaftliche Zusammenarbeit bedankte er sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BRK-Seniorenheimes sowie bei Josef Hellmuth von den Aktiven Bürgern. Zum Schluss hatte er nur noch einen Wunsch: dass sich wieder eine(r) oder mehrere Ehrenamtliche finden würden, die solche Ausfahrten durchführen. Das Fachpersonal ist in dieser Hinsicht zwar ebenfalls aktiv, kann aber wegen der vielen weiteren Aufgaben nicht allen Nachfragen der Bewohner nachkommen

Wer hätte Freude daran, Bewohnerinnen und Bewohnern des BRK-Seniorenheimes „Am Staffelberg“ mit Ausfahrten auf dem „Twister“ immer wieder mal Freude zu bereiten?

Das Besondere dabei: Man kann alles unverbindlich mal ausprobieren und bekommt Einweisung und Hilfestellung durch erfahrene Therapeuten. Zudem kann man Umfang und Termine ganz nach eigenen Vorstellungen vereinbaren, und man muss sich auch nicht für einen bestimmten Zeitraum „verpflichten“.

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