Christliche Nächstenliebe ist gefragt

Helferteam
Helferteam Café der Begegnung

Ganz im Sinne christlicher Nächstenliebe ("caritas") setzen sich hier im Landkreis erfreulich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger für diese Flüchtlinge ein: neben den sehr stark geforderten "Hauptberuflichen" (z. B. von Caritas, Diakonie, Landratsamt) eine große Anzahl von "Ehrenamtlichen": Rotes Kreuz, die karitativen Einrichtungen, viele Verbände und manche Vereine leisten hier Großartiges!

Eine Einrichtung, die sich von Anfang an aktiv eingebracht hat, ist das Freiwilligenzentrum „Aktive Bürger Lichtenfels“. Dessen Ziel ist es gerade NICHT, den genannten bewährten Organisationen „etwas wegzunehmen“, sondern Lücken in der Betreuungsarbeit zu erkennen und dafür ZUSÄTZLICHE Freiwillige zu gewinnen. So engagieren sich derzeit mehr als 100 "Aktive Bürger" (von insgesamt über 400) in der Flüchtlingsarbeit: Viele von ihnen geben Sprach- und Schreibkurse, sie helfen bei Behördengängen und schlagen Brücken zu Einheimischen wie z. B. durch Vermittlung zu Sport- und Kultureinrichtungen.

Ein "Erfolgsmodell" in dieser Hinsicht ist zweifelsohne das im September 2015 mit ca. zwei Veranstaltungen pro Monat ins Leben gerufene "Cafe der Begegnung". Es wurde zwar von den Aktiven Bürgern zusammen mit den Evang.-Luth. Kirchengemeinde initiiert, in der praktischen Umsetzung atmet es aber ganz viel von „Ökumene“: Denn auch erfreulich viele Katholiken nehmen aktiv teil - als Gesprächspartner für Flüchtlinge oder als Stifter von Kuchen. Bei zuletzt jeweils mehr als 100 Teilnehmern trägt diese Reihe spürbar bei zum Kennen- und vor allem besser Verstehenlernen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen (unter denen sich ja auch Christen befinden).

Als Erfahrung lässt sich feststellen, dass die ehrenamtlichen Aktiven Bürger fast durchweg positive Erfahrungen machen mit den neu hierher gekommenen Mitmenschen, dass sie sie als freundlich, hilfsbereit und lernwillig erleben. Die erfahrene Dankbarkeit, die Fortschritte im Lernen, das Kennenlernen anderer Menschen und Kulturen sehen die Ehrenamtlichen als Gewinn für ihre Lebensqualität an.

Nachdem die Herausforderung wohl noch eine ganze zeitlang bestehen wird, kann man nur empfehlen, sich bei einer der oben genannten Organisationen näher zu informieren, auf welche Weise man in dieser besonderen Situation Kontakt zu Flüchtlingen aufnehmen oder helfen kann und damit auf jeden Fall einen wertvollen Beitrag zum guten Miteinander in unserer Heimat leistet.

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